Konzert

Hamburger Ratsmusik: England zwischen Revolution und Restauration

Sonntag, 05. September 2021, 19.30 Uhr
England zwischen Revolution und Restauration

Hamburger Ratsmusik
Simone Eckert Leitung und Viola da gamba
Christoph Heidemann Barockvioline
Ulrich Wedemeier Theorbe

Eintritt: 18€/16 €, Vorverkauf ab Juni 2021
Ob es Platzreservierungen geben wird, hängt von der Entwicklung der Pandemie-Beschränkungen ab. Wir informieren Sie rechtzeitig!

England im 17. Jahrhundert: Zwischen der Monarchie unter Charles I. und der Revolution mit der anschließenden Commonwealth toben politische, materielle und religiöse Interessenskonflikte, die in einem Bürgerkrieg eskalieren. Nach der Hinrichtung des Königs verbietet die puritanische Haltung der Revolutionäre die Musikausübung, die zuvor im Schutz von Königshaus und Kirche florierte. Komponisten, Organisten und Instrumentalisten, die die alte Ära repräsentieren,
werden rücksichtslos aus ihren Ämtern entfernt. Einige ziehen sich aufs Land zurück, verdingen sich als Landarbeiter oder bestenfalls als Musiklehrer bei wohlhabenden Familien, andere bedeutende Musiker fliehen ins Ausland und finden dort Anstellung und Wertschätzung.
Nach der Restauration wandelt sich der musikalische Geschmack: Charles II. bringt aus dem französischen Exil die Musik Ludwigs XIV. auf die Insel. Die neue Vorliebe für die Violine mischt sich mit der traditionellen englischen Fantasie für Violen und so entsteht die sogenannte Fantasie-Suite.
Das Programm wird ergänzt durch Musik Georg Friedrich Händels, der London im 18. Jahrhundert in einer neuen Ära der politischen Stabilität, Weltoffenheit und kulturellen Blüte erleben durfte. Fast 50 Jahre seines Lebens verbrachte er in der englischen Metropole, wo er als Opern- und Oratorienkomponist größte Erfolge feierte.

Werke von: Robert Johnson (ca. 1580-1634), Henry Purcell (1659-1695), John Wilson (1595 – 1674), Georg Friedrich Händel (1685-1759), John Jenkins (1592-1676) und William Young (ca. 1625-1662)